Dem Werk die Krone

- Der vorläufige Triumph der Kölner Staatsanwaltschaft -
(Kirche zum Mitreden, 25.08.1999)
Nach unserer Strafanzeige gegen die Bonner Richter (s. Das süße Nichtstun) erreichte uns heute folgendes Schreiben von der Generalstaatsanwaltschaft Köln:


Betr. : Ermittlungsverfahren gegen Richter der 7. Zivilkammer des Landgerichts Bonn, Richter am Landgericht Pilger und Schwill sowie Richterin Ink, wegen des Verdachts des Betruges u.a. - 60 Js 448/99 Staatsanwaltschaft Bonn -

Bezug: Ihre Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens

Sehr geehrter Herr L.!
Auf Ihre Beschwerde hat der Leitende Oberstaatsanwalt in Bonn mir die Vorgänge zur Entscheidung vorgelegt. Ich habe den Sachverhalt geprüft, indes einen Anlass, die Staatsanwaltschaft um die Wiederaufnahme der Ermittlungen oder gar die Erhebung der öffentlichen Klage zu ersuchen, nicht gefunden.
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren zu Recht und aus zutreffenden Erwägungen, auf die zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird, eingestellt. In Ihrer Beschwerdeschrift haben Sie neue Tatsachen oder Beweismittel nicht vorgetragen. Zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten sind nicht erkennbar.
Ihre Beschwerde weise ich daher als unbegründet zurück.
Gegen diesen Bescheid können Sie gemäß § 172 StPO binnen einem Monat nach Zugang gerichtliche Entscheidung beantragen. Der Antrag ist bei dem Strafsenat des Oberlandesgerichts in Köln zu stellen und muss innerhalb der Frist bei Gericht eingehen. Er muss von einem Rechtsanwalt unterzeichnet sein und die Tatsachen und Beweismittel angeben, die die Erhebung der öffentlichen Klage begründen sollen.
Das Antragsrecht besteht aber nur dann, wenn die Beschwerde gegen den Bescheid der Staatsanwaltschaft binnen zwei Wochen nach dessen Bekanntgabe eingelegt war. Für die Prozesskostenhilfe gelten dieselben Vorschriften wie in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten.

Hochachtungsvoll
Im Auftrag
gez. Ehlen
Oberstaatsanwalt



Dieses hohle Gefasel setzt dem antichristlichen Wüten des Staates gegen die katholische Kirche gewissermaßen die Krone auf. Damit ist also unbestreitbar bewiesen:
1. Der Staat weiß, daß die Konzilssekte eine betrügerische Sekte ist.
2. Der Staat hält sich für eine übergöttliche Instanz und zwingt ganz bewußt den Bürgern eine antichristliche Religion auf.
3. Der Staat kann sein antichristliches Vorgehen nicht legitimieren und begnügt sich deshalb mit Androhung resp. Anwendung brutalster Gewalt, d.h. mit Terror.

Der Staat meint, den Bürgern keine Rechenschaft geben zu müssen, warum der Staat eine antichristliche Sekte zur katholischen Kirche erklären kann etc. Diesen Verzicht auf Argumente kann ein Bürger nur dann leisten, wenn er aus dem Prinzip lebt: "Staatsmann [Kanzler, Richter etc.] befiehl, ich folge blind". Diese Maxime kann aber leicht zu unguten Zuständen im Staat führen, selbst wenn man nur die rein irdischen Ordnung betrachtet, und v.a. wirft man damit als Bürger die Möglichkeit weg, beim Jüngsten Gericht gerettet zu werden. Soviel sollte einem der Staat keineswegs bedeuten!

Auch wenn die antichristlichen Bemühungen des Staates sehr oft von Erfolg gekrönt waren, waren dennoch die Christen aller Zeiten davon überzeugt, daß man Gott mehr gehorchen muß als den Menschen (insbesondere deswegen wütete der Staat gegen die Kirche - er wollte nämlich uneingeschränkte Gefolgsleute haben, die auf Befehl jede Schandtat ausführen). Nun feiert die Kirche am heutigen Tag das Fest eines heiligen Königs, Ludwig IX. von Frankreich, gest. 1270 auf dem zweiten Kreuzzug. Das Kirchengebet des heutigen Tages lautet:
"O Gott, Du hast Deinen heiligen Bekenner Ludwig vom irdischen Königreich in die Glorie des himmlischen Reiches versetzt; wir bitten Dich: mache uns durch seine Verdienste und seine Fürbitte zu Miterben des Königs der Könige Jesus Christus, Deines Sohnes der mit Dir lebt."
Ja, Christus ist der König der Könige. Alle exkommunizierten Richter, alle lethargischen Staatsanwälte, alle verleumderischen Interessenvertreter ["Rechtsanwälte"], die jemals wegen ihres vorläufigen Sieges über Christen triumphierten und jubelten, sie werden sich einmal vor dem König der Könige dafür rechtfertigen müssen. Insofern würden wir auch niemandem einen Gefallen tun, wenn wir diesen antichristlichen Terror seitens des Staates gegen die Kirche verharmlosen oder gar billigen würden - so würden wir erst recht eine Bekehrung der Gottlosen unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Aber die Krone, die die irdischen Regierenden ihren Werken aufsetzen, hat in der Ewigkeit keinen Bestand, denn die Gestalt dieser Welt vergeht. Wir müssen daher auf die Krone schauen, die bleibt. So schreibt Paulus, der vor weltlichen Gerichten gedemütigt wurde und mehrfach in Gefangenschaft war, nur kurze Zeit vor seiner Hinrichtung an seinen Schüler Timotheus (2 Tim 4,7f): "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Nun liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit. Der Herr, der gerechte Richter, wird sie mir an jenem Tage geben, und nicht bloß mir, sondern allen, die sich auf seine Wiederkunft freuen."
In den Psalmen ist des öfteren vom Königtum Gottes die Rede. Christus bezieht z.B. den Psalm 110 (109) "Dixit Dominus" auf sich (Mk 12,35-37): "Als Jesus im Tempel lehrte, stellte er die Frage: 'Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias sei der Sohn Davids? Sagt doch David selbst im Heiligen Geiste: 'Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel dir zu Füßen leg.' David selbst nennt ihn also 'Herr', wie kann er da sein Sohn sein?" Auch Paulus bezieht diesen Psalm auf Christus, wenn er die besondere Würde des Sohnes über allen Geschöpfen, selbst den Engeln, hervorhebt (Hebr 1,13): "Zu welchem Engel hat er [Gott der Vater] je gesprochen: 'Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel dir zu Füßen leg.' Sind sie nicht alle nur dienende Geister, denen zum Dienste bestellt, die das Heil erben sollen?"

Wir bleiben bei unserem Bekenntnis, daß Christus der König der Könige ist und daß diese unzähligen Betrügereien durch V2-Sekte und Staat vor Gottes Richterthron keinen Bestand haben werden. Deshalb streichen wir auch nicht den Psalm 110 aus unserem Brevier:



Ein Spruch des Herrn an meinen Herrn:
'Zu meiner Rechten setze dich!
Ich mache deine Feinde
zum Schemel deiner Füße."
Dein machtvoll Zepter lasse der Herr weit über Sions Grenzen reichen!
Steig du hinab in deiner Feinde Mitte!
Dir huldige dein Volk
an deinem Krönungsfeste in heiliger Festesfreude!
Und deiner jungen Männer Schar laß hoch dich leben!-
Geschworen hat der Herr
und es gereut Ihn nicht:
"Du sollst auf ewig Priester sein,
nach Meinem Worte ein Melchisedech!"
Der Herr zu deiner Rechten
zerschmettert Könige an Seinem Zornestage.
Er gehe mit den frevelschwangeren Heiden ins Gericht,
zerschmettere Fürsten auf dem breiten Plane,
und trinke auf dem Zuge Wasser auf dem Bach,
und setze so dem Werk die Krone auf!


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