Highway To Hell

- Die "Autobahnkirche" der "Deutschen Bischofskonferenz" -

(Kirche zum Mitreden, 10.01.1998)
Zu den erfolgreichsten Titeln der Satanistengruppe "AC/DC" (AntiChrist / Dead Christ) gehört der Song "Highway To Hell", in dem der Sänger immer wieder beteuert, sich auf der Landstraße in Richtung Hölle zu befinden, und die Hörer des Songs sind aufgefordert, den Sänger auf seinem Höllentrip ohne Wiederkehr zu begleiten.
Nicht nur eine Landstraße, sondern gar eine Autobahn in die Hölle, finanziert durch sog. "Kirchensteuergelder", gibt es schon seit mehreren Jahren im Internet: die sog. "Autobahnkirche" (www.autobahnkirche.de). Verantwortlich für diese satanische Propaganda zeichnet das Zentralorgan der V2-Sekte, Distrikt Deutschland, die sog. "Deutsche Bischofskonferenz"; wie in der letzten Ausgabe von KzM erwähnt,  möchte uns dieser Verein nun "seine Rechtsanwälte" auf den Hals hetzen (s. "Weihnachten mit der Konzilssekte"). Diese Herren, die sich als Bischöfe ausgeben, obwohl nur die wenigsten von ihnen überhaupt eine Bischofskonsekration erhalten haben, nehmen für sich die Bezeichnung "katholisch" oder "römisch-katholisch" in Anspruch - schließlich erkennt ja auch der Staat diese Herren als die "katholischen Bischöfe" an. Für manche stellt es noch immer ein Problem dar, Personen, die verdeckt Schaden anrichten, für gefährlicher zu halten als Personen, die offen Schaden anrichten, s. die Anklage durch Gunnar Anger. Welchen Spion fürchtet ein Staat mehr, den Spion, dessen Spionagetätigkeit enttarnt ist, oder den Spion, der noch gesucht wird (man könnte aber auch das Bild von einem Krankheitserreger o.ä. nehmen)? Wir jedenfalls halten eine schleichende Gefahr für schlimmer als eine bekannte Gefahr, und wir sind verpflichtet, laut Alarm zu schlagen, wenn das Heil anderer auf dem Spiel steht. Während AC/DC und andere Gruppen (Iron Maiden, Black Sabbath, KISS [Knights In Satan´s Service] etc.) offen als Satanisten auftreten und bekannt sind und deshalb von denjenigen, die ein Leben nach den Grundsätzen des Christentums führen wollen, selbstverständlich gemieden werden, tritt die V2-Sekte lügnerisch als "katholische Kirche e.V." auf, und unzählige Naivlinge folgen ihr ins Verderben.
Nun also zur "Autobahnkirche": Diese ist das "Angebot im Internet" der "Katholischen Glaubensinformation" (kgi), die sich vorstellt:
"Die Mitarbeiter der Katholischen Glaubensinformation sind für Sie da, um zu informieren und zu beraten. Wir versuchen weiter zu helfen und schaffen auf Wunsch Kontakte. Wir sind von der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz beauftragt, vornehmlich solche Menschen zu informieren und zu beraten, die der Kirche und dem Glauben eher fernstehen und keine Möglichkeit sehen oder wahrnehmen (wollen), am Leben der Gemeinden teilzunehmen. Die Gründung der kgi geht auf eine Idee des früheren Limburger Bischofs Wilhelm Kempf zurück, die er in England beim Catholic Enquiry Centre kennengelernt hatte: Kirche braucht einen Beratungs- und Informations-Service für Menschen, die der Kirche distanziert und fremd gegenüberstehen, die nicht katholisch sind oder auch nicht christlich. Und das kostenlos. Das ist bis heute Anliegen der kgi geblieben. Die kgi ist als gemeinnütziger Verein (e.V.) anerkannt. Der Gründer, Pfarrer Ferdinand Krenzer, war bis 1992 Leiter der kgi. Er ist heute Geistlicher Beirat im Team der kgi."
Die Mitarbeiter im einzelnen sind:
"Manfred Lay, geb. 1946, verh., Vater dreier Töchter, Dipl.Theologe, seit 1992 Leiter der kgi.
Ferdinand Krenzer, geb. 1921, Pfarrer, Gründer und bis 1992 Leiter der kgi, seither Geistlicher Beirat.
Johanna Belzer, geb 1957, verh. Mutter dreier Kinder, Dipl.Theologin, Heilpraktikerin und Fitneßtrainerin.
Hildegard Forster, geb. 1957, verh., Mutter dreier Kinder, Pastoralreferentin.
Anneliese Herzig, geb. 1958, Ordensschwester der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser, seit 1995 Mitarbeiterin bei der Glaubensorientierung in St. Michael, München.
Michael Belzer, geb. 1955, verh., Vater dreier Kinder, Dipl.Theologe, psychol. Berater.
Stefan Kemmerling, geb. 1952, verh., Vater einer Tochter, Dipl.Theologe und Dipl.Physiker."
Frau Herzig setzt sich sogar einen "Dr. theol." vor ihren Namen, wirklich herzig! Zunächst zu den Titeln: "Dipl.-Theol." könnten wir uns rein staatsrechtlich gesehen zwar auch nennen, respektieren aber das Hoheitsrecht der Kirche, die allein Titel in katholischer Theologie vergeben kann. Da die Titel der V2-Sekte nicht autorisiert sind, ist es objektiv unter schwerer Sünde verboten, einen V2-Titel als Titel in katholischer Theologie auszugeben, ähnlich wie ja auch Konzilssektierer objektiv eine Todsünde begehen, wenn sie sich als "Katholiken" oder "römisch-katholische Christen" ausgeben.
Die Crew besteht fast nur aus "Nachgeborenen", also aus Personen, die die vom Vatikan geleitete katholische Kirche (bis zum Tod von Papst Pius XII. 1958) praktisch nicht mehr kennengelernt haben. Ausnahmen sind der jetzige Leiter, Lay, der als Kind einen Blick in die katholische Kirche werfen durfte (so ist jedenfalls anzunehmen; natürlich könnte er auch im protestantischen Umfeld aufgewachsen sein), und der Gründer (und vermutlich noch gültig zum Priester geweihte) Krenzer. Die kgi hatte uns bereits im Zusammenhang mit dem V2-Newsletter kontaktiert; wie in den Leserbriefe vom 07.03.1998 erwähnt, bestellte Michael Belzer den Newsletter ab mit den Worten: "Hiermit bestelle ich diesen newsletter ab. Ich habe genug Post und kann sie so kaum schaffen. Danke. MB kgi". Wir empfahlen Belzer, noch einmal zu überdenken, wie er seine Prioritäten setzt, und ob er wirklich keine Zeit für die Wahrheit erübrigen könne. Leider blieb die kgi-Crew stur.
Die kgi bietet verschiedene kostenlose "Glaubensmaterialien" an, darunter 24 "Glaubensbriefe" per e-mail. Wir bestellten diese im Bestellformular auf der Homepage mit dem Eintrag: "24teiliger 'GLAUBENSKURS' per e-mail; bitte alle Ausgaben zusammen umgehend zusenden (zwecks Überprüfung)". Wir erhielten allerdings keinen einzigen "Glaubensbrief", sondern nur folgende e-mail: "Soll das eine ernstgemeinte Bestellung sein oder eine Überprüfung??"
Wer immer das geschrieben hat, ihm gebührt der Preis für die dümmste Frage des Jahres. Wir räumten mit großer Nachsicht der kgi eine zweite Chance ein und wählten mit Blick auf die furchtbar dumme Frage einen deutlicheren Ton: "Hallo, Anonymus! Also, schicken Sie mir gefälligst umgehend die bestellten "Glaubensinformationen" Ihrer Sekte zu, und sparen Sie sich in Zukunft Ihre dummen Fragen!! Es ist schon lange Zeit, daß jemand Ihren Laden auffliegen läßt."
Diesmal antwortete wieder Belzer: "Werter Herr, danke für die Deutlichkeit. Ein solch rüder Umgangston bin ich normalerweise nicht gewohnt. Es erstaunt schon sehr, wenn Sie sich dann auch noch mit "römisch-katholischer Priester" zu erkennen geben. Dann allerdings sollten Sie mittlerweile Kenntnis davon erhalten haben, dass wir keine "Sekte" sind. Wenn nicht, empfehle ich Ihnen unsere umfangreichen Infoseiten unter www.autobahnkirche.de Da wir mit unseren knappen Haushaltsmitteln verantwortungsbewußt umgehen, sende ich Ihnen daher nichts zu - es sei denn, gegen Vorkasse. Zuvor allerdings sollten Sie Ihren Ton Ihrem geistlichen Amt anpassen. Michael Belzer, Dipl.Theol., kgi"
Belzer hat vermutlich nie die Bibel und äußerst wahrscheinlich auch nicht unseren Text "liebe.htm" gelesen, sonst hätte er sich seine mehr als peinliche Entgleisung sicherlich gespart. Bedenkt man die Beleidigungen, Drohungen und Schikanen, mit denen wir von der V2-Sekte regelmäßig bombadiert werden und worüber u.a. die Leserbriefe Aufschluß geben, dann kann Belzer den Vorwurf des "rüden Tones" schlichtweg nicht ernst gemeint haben. Anscheinend hat er bislang auch keine Zeit gefunden oder Lust gehabt, über die Bedeutung des Begriffes Sekte in abstracto nachzudenken, wenn er schon unsere Seiten nicht lesen kann / will. Ferner: Die irrsinnigen Finanzressourcen der Konzilssekte, mit denen gleich mehrere Rechtsanwälte für den Prozeß gegen einen Wehrlosen bezahlt werden können, sollten nicht reichen, um eine einzige Dateiübertragung, die vermutlich höchstens zwei Telephoneinheiten (24 Pfennig) kostet, durchführen zu können? Schließlich: Wir wollten im ersten Moment fragen, wie man denn für eine als kostenlos deklarierte Sendung Vorkasse leisten soll, aber bevor Belzer noch mehr Unfug verbreitet, verzichten wir lieber auf eine genaue Erklärung; vielleicht sendet uns Belzer irgendwann per Briefpost (Porto DM 1,10) einen Überweisungsvordruck über DM 0,24 zu. Zur Ehrenrettung der kgi könnte man vielleicht geltend machen, daß es ja auch anderswo Gratisangebote gibt, die etwas kosten, z.B. wurde einmal Druckerpapier zum Preis von DM 32,- als Gratisangebot beworben. Vom philosophischen Standpunkt bleibt jedoch jedes kostenpflichtige Gratisangebot problematisch.
Nun, nehmen wir also mit den Infoseiten unter www.autobahnkirche.de vorlieb, u.z. dem "Glossar in der DATENAUTOBAHNKIRCHE". Rein formal betrachtet, muß man drei positive Eigenschaften dieses Glossars wirklich anerkennend zugestehen: a) Die Liste der "erklärten" theologischen Begriffe ist recht umfangreich; b) die "Erklärung" der Begriffe ist kurz und knapp, und die meisten Katechismen erklären theologische Begriffe kurz und knapp; c) die Navigation gelingt recht gut; wir lehnen zwar aus mehreren Gründen Frames im HTML-Design ab, aber ein Hauptgrund, i.e. die Verminderung der sichtbaren Fläche und dadurch die häufigere Notwendigkeit des Scrollens, fällt durch die kurzen Texte nur recht selten ins Gewicht. Nicht gelungen ist die Bezeichnung der Artikel, diese erfolgt nämlich nur nach Zahlen, die übrigens für jeden Buchstaben gleichermaßen verwendet werden (001.htm etc.), d.h. das Abspeichern mehrerer Texte erfolgt u.U. nur nach Umbenennen. Soviel zu den Formalitäten. Der Inhalt ist wahrlich der reinste Horror, was für ein Tobak den Lesern da im Auftrag der "Deutschen Bischöfe" zugemutet wird, sucht wirklich seinesgleichen. Während Irrlehren von Rahner oder Verweyen oft noch in zunächst vielleicht fromm klingendes Gesülze eingebettet sind, bleibt bei der "Glaubensunterweisung" der kgi fast ausschließlich die nackte Häresie und Blasphemie; meist kann man feststellen, daß Grundgedanken von Rahner, Verweyen und anderen Ketzern wiederholt werden, nur eben um das Gesülze gekürzt. Schonungslos wird der katholische Glaube durch den Schmutz gezogen und verzerrt, so daß einem förmlich der Atem stockt. Wie gesagt, die Texte sind recht kurz, und deshalb können wir sie problemlos vollständig zitieren (bzw. wäre es problematisch, sie noch weiter zu kürzen). Niemals kürzen wir Texte sinnentstellend, und um einer möglichen an uns gerichteten Bitte seitens der kgi zuvorzukommen, wir sollten vollständig zitieren (s. die Bitte von Spindelböck), gönnen wir ihren Schmierereien von uns aus so viel Platz. Man hätte natürlich andere bzw. mehr oder weniger Begriffs-"erklärungen" der kgi auswählen können; es geht hier aber nur um den exemplarischen Nachweis der satanischen Orientierung der "Deutschen Bischöfe", daher erheben wir für unsere Kommentare auch nicht den Anspruch, restlos alles beim Namen genannt oder richtiggestellt zu haben, was an Falschem von der kgi fabriziert wurde, zumal vieles in den Texten über Rahner und Verweyen nachzulesen ist.
Mit vollem Recht machen wir hier die DBs für die Häresien und Blasphemien verantwortlich, die unter der Flagge der kgi-Crew veröffentlicht werden. Es mag sein, daß die kgi-Schreiberlinge nur als Strohmänner fungieren sollen, damit sich die DBs leichter aus der Affäre ziehen können, wenn Kritik an der kgi geäußert wird, aber das können die DBs schon deshalb nicht, weil sie ja die Auswahl für die kgi getroffen haben und eine so wichtige Arbeit in besonderer Weise kontrolliert werden muß. Außerdem enthalten die kgi-Texte wörtlich oder sinngemäß Aussagen aus dem "Weltkatechismus" (Hg. Karol Wojtyla; Federführer Josef Ratzinger) und dem "Erwachsenenkatechismus" (Hg. DBs; Federführer Walter Kasper (jetzt Okkupant von Rottenburg-Stuttgart)). Schließlich darf nicht vergessen werden, daß die vermeintlichen Glaubenswächter ja selbst dann nichts gegen die Häresien ihrer Abgeordneten unternehmen, wenn deren Häresien öffentlich als solche aufgedeckt worden sind (s. z.B. das "Bistum Freiburg" zum Fall Verweyen).

Erbsünde
kgi
-» Erlösung
Der Begriff der Erbsünde ist mißverständlich. Denn es wird dabei nichts "vererbt". Der Grundgedanke ist der, daß die Kirche davon ausgeht, daß ein Mensch bereits vor seiner persönlichen freien Willensentscheidung in einer umfassenden Unheilssituation hineingeboren wird, die als Ergebnis menschlicher Geschichte anzusehen ist und nicht nach dem Willen Gottes besteht. Modern interpretiert bedeutet dies: Jeder Mensch hat vom ersten Augenblick seiner Existenz her schwerwiegende Vorentscheidungen zu seinen Ungunsten zu "erleben". Seien es "unselige Zustände" in seinem Elternhaus, mangelnde Ausstattung in sozialer, intellektueller oder emotionaler Hinsicht - salopp gesagt: Es ist nicht vorstellbar, daß jemand keine Macken mitbekommen haben könnte. Ein wirklich befreites Leben kann sich kein Mensch selbst schenken. Er kann nur versuchen, sich nach besten Kräften "das Beste" zu erkämpfen. Erlösungsbedürftig bleibt er dennoch.
Und hier hilft die christliche Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus: Er und nur er allein ist imstande, eine wirkliche Erneuerung des Menschen zu bewirken und hat dies - dies ist die glaubende Gewißheit jedes Christen -bereits in seinem Kreuzestod bewirkt. Ohne ihn und seine Erlösungstat bleibt der Mensch letztlich - durch diese von Beginn an bestehende Unheilssituation (also durch die Érbsünde) dauerhaft von Gott getrennt.
kgi - Ende

Erlösung
Erlösung ist ein zentraler Begriff der christlichen Glaubenslehre. Die korrekte Übersetzung des hebräischen, biblischen Begriffes bedeutet: Loskauf(aus Sklaverei), Befreiung. Wer dabei Anklänge an die aktuelle Diskussion um die Befreiungstheologie mithört, hört richtig: Erlösung ist keine religiös-abstrakte Jenseits-Verheißung, sondern sie verwirklicht sich konkret und wird real erfahren: politisch, sozial, im persönlichen Leben. Befreiung ist kein Gefühl, sondern Geschichte. Andererseits ist diese Befreiung im Kern ein religiöses Geschehen. Es hat mit Gott zu tun. Er ist der Befreier, der Erlöser.
Wie passen diese beiden Aspekte zusammen? Erlösung und Befreiung ist nur zu verstehen zusammen mit der Frage: Wovon, woraus, von wem Befreiung? Was macht es aus, "nicht erlöst" zu sein?
Die Schriften der Bibel, dem gemeinsamen Glaubensbuch aller Juden und Christen stellen fest: Die Menschen leben unglücklich, sie sind böse, gemein, habsüchtig. Gleichzeitig zeigen die Menschen in ihren Sehnsüchten und Träumen, in moralischen Leistungen, in Kunst und Kultur, daß "mehr" in ihnen steckt. Daß sie mehr sein wollen und auch mehr sein könnten, als sie meistens sind. Gott, der Schöpfer, so ist ihre Überzeugung, kann daran nicht Schuld sein. Ihn lassen Sie am siebenten Tag, dem letzten Schöpfungstag (aus-)ruhen und befriedigt feststellen: "Alles ist gut gemacht!"
Aber dann bringen die Menschen alles in Unordnung. Sie wollen "sein wie Gott"; sie sind mit ihrem Status unzufrieden, wollen mehr sein, nicht abhängig, nicht "Kreatur" (Geschöpf), sondern selbst "Herr über alles". Gott braucht sie dafür eigentlich gar nicht zu strafen:
Wer sich dermaßen überschätzt und überfordert, wird bald um so deutlicher seine eigenen Grenzen erkennen. Folgerichtig beschreibt die Bibel die Folgen dieses "Sündenfalls" so:
"Da gingen Ihnen die Augen auf und sie sahen, daß sie nackt waren!" Sie schämten sich, versteckten sich vor Gott, sie konnten sich selbst nicht leiden: Das ist die Vertreibung aus dem Paradies.
Es ist menschliche Grunderfahrung, daß die Liebe, die Zuneigung, das Wohlwollen den Menschen "schön" machen. So sehr sogar, daß manchmal die Liebe "blind" machen kann.
Mütter sind in den Augen der Kinder immer "schön". Solange man verliebt ist, ist der Partner "schön". Man sieht Falten, Makel, Alter: aber sie wirken appart, interessant, chick, hübsch, freundlich... Wenn man sich jedoch nicht mehr "mit den Augen des Wohlwollens" anschaut, sieht man die Menschen "nackt und bloß" (was etwas anderes ist, als ihn ohne Kleider zu sehen!)
Erlösung - und das ist der Kern der christlichen Vorstellung- besteht darin, daß Gott die Menschen wieder lehrt, sie ermutigt und befähigt, sich selbst und einander mit den Augen der Liebe zu betrachten: angstfrei, wohlwollend, nicht mit den Augen der Ausbeutung, der Gewalt, des Beherrschens. Ihn nicht "bloß" zu sehen ("bloß eine Frau, bloß ein Ausländer, bloß ein Kind..."), sondern mit den Augen des Schöpfers, der in sein Geschöpf seine Ideen, seine Gedanken, sein Anliegen, seine Hoffnungen und Sehnsüchte, seine ideale und Träume, ja sich selbst hineingelegt hat, so wie ein Künstler sich in sein Kunstwerk hineinverwirklicht.
Den Menschen ansehen als den Traum Gottes von sich selbst: Das ist die Vision und das Geheimnis Jesu. Das ist Erlösung. Eine solche Sicht verändert den Menschen und das Verhältnis untereinander: Das bewirkt Befreiung.
kgi - Ende
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KzM

Die Erbsündenlehre haben wir schon öfters zitiert; hier noch einmal die unfehlbare Lehre der Kirche, wie sie das Konzil von Trient (1545-1563) vorgelegt hat:
"Auf daß unser katholischer Glaube, ohne den es nicht möglich ist, Gott zu gefallen, (Hbr 11, 6) frei von Irrtum in seiner Reinheit unversehrt und unbefleckt erhalten bleibe, auf daß das christliche Volk nicht von jedem Hauch der Meinung umhergetrieben werde (Eph 4, 14) denn jene Schlange, von Anbeginn der ewige Erbfeind des Menschengeschlechtes, hat neben zahllosen Übeln, die Gottes Kirche in unseren Tagen bedrängen, auch betreffs der Erbsünde und ihrer Heilmittel neuen wie auch alten Streit heraufbeschworen so bestimmt, bekennt und erklärt die hochheilige, allgemeine und umfassende, rechtmäßig im Heiligen Geist vereinte Kirchenversammlung von Trient, indem sie an die Aufgabe herantritt, die Irrenden zurückzuführen und die Schwankenden zu stärken, [..] im Anschluß an das Zeugnis der Heiligen Schrift, der heiligen Väter und der anerkannten Konzilien und an das Urteil und die Übereinstimmung der Kirche selbst, folgendes über die Erbsünde:
1. Wer nicht bekennt: Nachdem  A d a m , der erste Mensch, das Gebot Gottes im Paradies übertreten hatte, verlor er sogleich die Heiligkeit und Gerechtigkeit, in die er eingesetzt war, und zog sich durch die Beleidigung dieses Sündenfalls den Zorn und die Ungnade Gottes und somit den Tod zu, den Gott, ihm vorher angedroht hatte, und mit dem Tode die Haft unter der Macht dessen, der daraufhin die Herrschaft des Todes innehatte, d.h. des Teufels, und Adam wurde durch diese Beleidigung des Sündenfalls ganz, an Leib und Seele, zum Schlechtern gewandelt: der sei ausgeschlossen.
2. Wer behauptet: Adams Sündenfall hat nur ihm, nicht aber seiner Nachkommenschaft Schaden zugefügt, und er hat die von Gott empfangene Heiligkeit und Gerechtigkeit, die er verloren hat, nur für sich, nicht aber auch für uns verloren; oder: befleckt durch die Sünde des Ungehorsams hat er nur den Tod und die körperlichen Strafen auf das ganze Menschengeschlecht übertragen, nicht aber auch die Sünde, die der Tod der Seele ist: der sei ausgeschlossen. Denn er widerspricht dem Apostel, der sagt: 'Durch den einen Menschen ist die Sünde in die Welt eingetreten und durch die Sünde der Tod, und so kam der Tod über alle Menschen, in ihm haben alle gesündigt' (Röm 5, 12).
3. Wer behauptet: Diese Sünde Adams, die in ihrem Ursprung eine ist und durch Abstammung, nicht durch Nachahmung, übertragen, allen innewohnt und jedem zu eigen ist, kann durch die Kräfte der menschlichen Natur oder durch ein anderes Heilmittel hinweggenommen werden, als d u r c h  d a s  V e r d i e n s t   d e s  e i n e n  M i t t l e r s , unseres Herrn Jesus Christus, der uns in seinem Blut mit Gott wiederversöhnt hat, 'da er für uns Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung wurde' (1 Kor l, 30); oder wer leugnet, daß eben dies Verdienst Jesu Christi durch das Taufsakrament, das richtig in der Form der Kirche gespendet wird, den Erwachsenen sowohl wie den Kindern mitgeteilt wird: der sei ausgeschlossen. Denn 'kein anderer Name ist den Menschen unter dem Himmel gegeben, in dem wir Heil finden sollen' (Apg 4, 12). Daher jenes Wort: 'Schaut da Gottes Lamm, das die Sünden der Welt hinwegnimmt' (Joh l, 29) und jenes andere: 'Ihr alle, die ihr getauft seid, ihr habt Christus angezogen' (Gal 3, 27).
4. Wer leugnet, daß die neugeborenen K i n d e r  getauft werden müssen, auch wenn sie von getauften Eltern stammen; oder wer sagt, daß sie zwar zum Nachlaß der Sünden getauft werden, aber sich nichts von einer Erbsünde von Adam her zuziehen, was zur Erreichung des ewigen Lebens im Bad der Wiedergeburt getilgt werden müßte, und woraus sich ergibt, daß bei ihnen die Form der Taufe 'zum Nachlaß der Sünden' nicht im wahren, sondern im falschen Sinne verstanden wird: der sei ausgeschlossen. Denn was der Apostel gesagt hat: 'Durch den einen Menschen ist die Sünde in die Welt eingetreten und durch die Sünde der Tod, und so kam der Tod über alle Menschen, in ihm haben alle gesündigt' (Röm 5, 12), das darf man nicht anders verstehen, als wie es die katholische Kirche, die überall verbreitet ist, immer verstanden hat. Wegen dieser Glaubensregel nämlich werden nach apostolischer Überlieferung auch die Kinder, die selbst noch keinerlei Sünden begehen konnten, deshalb wahrhaft, zur Vergebung der Sünden getauft, damit in ihnen durch die Wiedergeburt (regeneratio) gereinigt werde, was ihnen, durch die Zeugung (generatio) anhaftet. Denn 'wer nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geist, der kann nicht eintreten in Gottes Reich' (Joh 3, 5).
Wer leugnet, daß durch die in der Taufe verliehene Gnade unseres Herrn Jesus Christus die S c h u l d  der Erbsünde nachgelassen wird, oder auch behauptet, nicht all das werde hinweggenommen, was das wirkliche und eigentliche Wesen der Sünde ausmacht, sondern sagt, diese werde nur äußerlich weggewischt oder nicht angerechnet, der sei ausgeschlossen. Denn in den Wiedergeborenen haßt Gott nichts, weil 'nichts Verdammungswürdiges in denen ist', die wirklich 'mit Christus durch die Taufe in den Tod mitbegraben sind' (Röm 6, 4), 'die nicht nach dem Fleische wandeln' (Röm S, 1), sondern den alten Menschen ausgezogen und den neuen angezogen haben, der nach Gott geschaffen ist (Eph 4, 22; Kol 3, 9 f), ohne Fehl, unbefleckt, rein, schuldlos und so von Gott geliebte Söhne geworden sind, Erben Gottes, Miterben Christi (Röm 8, 17), so daß sie gar nichts mehr vom Eintritt in den Himmel zurückhält. Daß aber in den Getauften die  B e g i e r d e  oder der 'Zündstoff' zurückbleibt, das bekennt und weiß die heilige Kirchenversammlung. Da sie aber für den Kampf zurückgelassen ist, kann sie denen, die nicht zustimmen, sondern mannhaft durch Jesu Christi Gnade Widerstand leisten, nicht schaden. Vielmehr: 'Wer recht kämpft, wird gekrönt werden' (2 Tim 2, 5). Wenn der Apostel diese Begierde gelegentlich Sünde nennt, so erklärt die heilige Kirchenversammlung, daß die katholische Kirche ihre Benennung als Sünde niemals so verstanden hat, daß in den Wiedergeborenen wirklich und eigentlich Sünde wäre, sondern weil sie aus der Sünde stammt und zur Sünde geneigt macht. Wer das Gegenteil denkt, der sei ausgeschlossen.
Doch dieselbe heilige Kirchenversammlung erklärt: Es ist nicht ihre Absicht, in dieser Lehrbestimmung, wo von der Erbsünde die Rede ist, die selige, unbefleckte Jungfrau und Gottesgebärerin Maria mit einzuschließen, sondern die Konstitutionen von Papst Sixtus IV. seligen Andenkens bleiben zu beobachten unter den Strafen, die in diesen Konstitutionen enthalten sind, und die sie erneuert" (NR 220-226; D 787-792).
Das Verständnis des Christentums hängt vom rechten Wissen über Erbsünde und Erlösung ab. Da es lt. Konzilssekte keine Erbsünde gibt, gibt es auch keine Erlösung. Die V2-Sektierer operieren nur mit leeren Worthülsen, um die Dummen zu täuschen, weswegen diese vermeintlich "mißverständlichen" Begriffe auch in der Irrlehre der V2-Sekte ab und zu anzutreffen ist.
Mit ihrem Fehler im Ansatz haben sich die DBs bereits vollständig disqualifiziert, es ist also nicht wirklich erforderlich, noch weiter nach Häresien und Blasphemien in ihren Werken zu suchen, um ihren nichtkirchlichen Status und ihre antichristliche Gesinnung zu beweisen. Der Glaube der DBs hat mit der christlichen Lehre eigentlich gar nichts gemeinsam - nur eben den Namen "römisch-katholisch".
Diese Häresien der DBs, derzufolge es keine Erbsünde gegeben haben und eine Erlösung nicht notwendig gewesen sein soll, haben ihr Vorbild übrigens in den Irrlehren des Pelagius (verurteilt 416 auf einer Synode in Karthago), d.h. die DBs sind Pelagianer.
Was für einen Zweck soll eigentlich die Taufe erfüllen, wenn es doch angeblich keine Erbsünde und keine Erlösungsbedürftigkeit des Menschen gibt? Darauf weiß bzw. gibt die kgi auch keine Antwort. Zwar enthält das Glossar auch einen Text über die Taufe, darin steht aber im Grunde nur, wie man "Kirchensteuer"-Zahler wird, aber nichts über Befreiung von der Erbsünde oder Heilsnotwendigkeit der Taufe.


Jesus
kgi
Für Christen ist der Mensch Jesus von Nazareth, geboren wahrscheinlich um das Jahr 6 vor(!) der nach ihm datierten Zeitreichnung, also "vor Christi Geburt", in Bethlehem im Lande Juda, aufgewachsen in Nazareth als Sohn der Eheleute Josef und Maria, Jude, Zimmermann, unverheiratet und mit 33 Jahren am Kreuz wegen Unruhestiftung und gotteslästerlicher Lehren durch die römischen Besatzungs exekutiert
Für Christen ist dieser Mensch Gottes Sohn. Jesus selbst hat sich diesen Titel wohl selbst nie zugelegt; wohl sprach er wiederholt von Gott als seinem Vater. Daß in einem allgemeinen Sinn sich Juden als "Sohn Gottes", als "Kind Gottes" fühlen und bezeichnen konnten, war nicht außergewöhnlich. Davon hob sich Jesus wohl schon ab. Er sprach nicht nur von "unserem Vater im Himmel", "den er kennt wie ihn der Vater kennt", sondern unterschied auch "Euren Vater" von "meinem Vater".
Außerdem verrät seine persönliche Gottesanrede in der Koseform "abba" (= Väterchen, Papa) eine besondere, persönliche Beziehung. Mit "Sohn Gottes" ist nicht gemeint: Gott ist der leibliche Vater; Jesus ist biologisch von Gott gezeugt, wie man es aus ägyptischen Mythen und auch hellenistischen Göttersagen kennt. Gleichwohl wollen die Evangelisten, hier vor allem Johannes, eine einzigartige und einmalige, nicht vergleichbare und wiederholbare Nähe von diesem Menschen Jesus und Gott selbst ausdrücken.
Begründet ist dieser Wunsch und dieses Wagnis in der Erfahrung der Auferstehung Jesu. Erst im Tod und der anschließenden Erfahrung, daß Jesus weiterlebt, ihnen nahe ist, mit ihnen kommuniziert erkennen und glauben sie, daß in Jesu Leben und Reden sich Gott selbst authentisch ausgedrückt hat. In Jesus hat Gott sich zu Wort gemeldet und dies durch die Auferweckung nach außen hin beglaubigt und besiegelt. Die Glaubensaussage "Jesus, Gottes Sohn" meint die vollkommene Übereinstimmung von Jesu Verkündigung und Gottes Willen, von Jesu Botschaft und Gottes Absichten, von seinem Handeln und Gottes Wirken.
Diese Übereinstimmung ist so vollkommen, daß man neben der bleibenden Unterscheidung in den historischen Mann aus Nazareth und den Gott Himmels und der Erden auch mit gleicher Richtigkeit von einer Einheit von beiden reden kann:
Von einem Gottmenschen, von Gottes Sohn. Später -bis ins fünfte Jahrhundert hinein - hat man versucht, dieses Miteinander und Ineinander zu beschreiben und zu definieren. Berühmt ist vor allem die Lösung des vierten allgemeinen Konzils von Chalcedon (451) mit der vierfachen Negation: Beide, Gott und Jesus, sind weder (miteinander) vermischt und oder verwandelt (in ihrem Eigensein verändert), noch aber auch getrennt oder geschieden.
kgi - Ende

Christus
kgi
"Jesus gilt als Gründer des Christentums. Es ist aber fraglich, ob Jesus eine "neue Religion" gründen wollten. Er selbst sieht sich voll und ganz als Juden. Er lebt, denkt umd fühlt jüdisch, kennt die heiligen Schriften Israels, befolgt das Gesetz, die Thora, erfüllt die Gebote und rituellen Vorschriften, betet im Tempel, kurzum: Er teilt den Glauben aller Juden. Er ist ein jüdischer Wanderprediger, ein Rabbi. Erst einige Jahre nach seinem Tod beginnt ein gegenseitiger Abgrenzungs- und Ausgliederungsprozeß zwischen der jüdischen "Synagoge" und der jüdischen Sekte, der christlichen "Kirche".
Nach den Angaben des Neuen Testamentes ist Jesus in Bethlehem in Juda geboren. Das Geburtsjahr ist vermutlich um 6 "vor Cbristi Geburt". Seine Familie stammt aus Nazareth, wo er auch groß wurde. Seine Mutter ist Maria. Der Zimmermann Josef gilt als sein gesetzlicher Vater, dessen Beruf Jesus wohl auch erlernt hat. Mit etwa 30 Jahren beginnt er seine drei Jahre dauernde Predigttätigkeit. Mit 33 Jahren wird er wegen Gotteslästerung und Unruhestiftung in Jerusalem zum Tod verurteilt und nach römischem Recht am Kreuz hingerichtet. Nach drei Tagen ist er von den Toten auferweckt worden. Er ist einigen seiner Anhänger und anderen Zeugen erschienen.
Die biblischen Angaben über Jesus sind unter dem Vorbehalt zu lesen, daß diese von gläubigen Christen über Jahre hinweg überliefert und erst teils 30 teils 60 Jahre nach seinem Tod schriftlich niedergelegt wurden. Die Aussagen über das Leben und Sterben Jesu sind von der Erfahrung beeinflußt: Er ist wirklich Gottes Sohn gewesen. Er ist von den Toten auferstanden. Wir haben es erlebt. Diese nachträgliche Glaubensgewißheit und das missionarische Bemühen, dies nun auch anderen anschaulich und nachvollziehbar nahezubringen, hat dazu geführt, daß Jesu Göttlichkeit in den biblischen Berichten "offensichtlicher" und eindeutiger geschildert wird, als es wohl historisch der Fall gewesen ist.
Dies wird zum Beispiel deutlich bei den Geburtsberichten und den die Geburt begleitenden Engelerscheinungen und Wundern. Bis heute streiten sich Theologen und Gläubige, ob das Wunder der Jungfrauengeburt zum Beipsiel auch historisch-biologisches Faktum ist oder "nur" bildhaft-mythologische Veranschaulichung jener eigentlich unsichtbaren göttlichen Herkunft und Natur Jesu.
Auch die wunderbare Brotvermehrung oder das Gehen Jesu über den See Genezareth gehören zu diesen "Verdeutlichungen" wie auch solche "eindeutigen Hoheits-Bezeichnungen wie Messias oder Gottessohn. Jesus selbst hat sich vermutlich lediglich mit dem Titel "Menschensohn" bezeichnet, wobei dieser Titel aber in jüdischen Ohren durchaus einen messianischen Klang hatte.
Gleichwohl wäre es falsch, dem Neuen Testament und den Christen, denen wir diese Texte verdanken, der Fälschung oder der Lüge zu bezichtigen. Entscheidendes Faktum, Dreh- und Angelpunkt ist die Erfahrung, daß der am Kreuz Gestorbene weiterlebt, Menschen begegnet ist, deren Leben und Herzen nach wie vor zu verändern mag. Das ist der "Beweis" seiner Göttlichkeit.
Diese Erfahrung legitimiert auch solche Aussagen, die die Eindeutigkeit jener Göttlichkeit Jesu in eine Phase vorverlegen, in der dies alles andere als offensichtlich, sicher und eindeutig war. Wenn man Jesus und seine Menschlichkeit ernst nimmt, wird man selbst ihm unterstellen, daß er kurz vor seinem Tod keine letzte Gewissheit über sich selbst hatte, daß er selbst von Angst und Zweifel geplagt wurde, die er auch erst in einem Akt gläubigen Vertrauens überwinden mußte: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?!" und "Vater, in Deine Hände übegebe ich meinen Geist."
Es ist Aufgabe von Exegeten ("Text-Auslegem") mit wissenschaftlichen Methoden diese biblischen Texte zu analysieren und ihr korrektes Verstehen zu erleichtern. So kann man als gegeben annehmen, daß Jesus von Nazareth wirklich gelebt hat und die biographischen Fakten stimmen.
Man kann davon ausgehen, daß dieser Jesus eine außergewöhnlich beeindruckende Persönlichkeit war, voller Güte, Barmherzigkeit und Liebe zu allen Menschen, besonders zu den Armen, Unterdrückten, den Kranken, Ausgestoßenen, den Kindern... Unstrittig ist auch, daß Jesus für sich eine besondere Autorität beansprucht hat, die er letztlich in der Autorität Gottes begründete. Er spricht im Namen Gottes. Er gibt authentisch Gottes Willen wieder. Gerade in solchen Passagen stimmen sein Selbstverständnis und nachösterliches Glaubensbekenntnis überein: "Der Vater und ich sind eins." oder "Wer mich sieht, sieht den Vater..."
Jesus hat wohl auch die meisten der ihm zugeschrieben Wunder tatsächlich gewirkt, vor allem die Heilungswunder können als gesichert gelten. Seine Gleichnisgeschichten gehören zu den Werken der Weltliteratur.
Die zentrale Botschaft Jesu ist die Zusage der Liebe Gottes zu den Menschen. Gott sucht die Nähe des Menschen. Sie macht den Menschen "heil", erlöst ihn aus Dunkelheit, Sinnlosigkeit, Egoismus.
Jeder Mensch ist durch diese Liebe Gottes unendlich wichtig, einmalig und unersetzlich. Alle Menschen sind Brüder und Schwestern. Daraus folgt das Gebot der Nächstenliebe, das auch Feinde einschließt. Die Liebe zum Menschen, zum Nächsten kennt keine Ausnahme und Entschuldigung.
Jeder, der Hilfe braucht ist "der Nächste". Diese Gottesnähe und die Menschenfreundlichkeit Gottes wird von Jesus nicht nur "verbal behauptet", sondern durch sein eigenes Verhalten realisiert. In seiner Zuneigung ist der Schöpfer der Welt seinen Geschöpfen nah.
So fühlen sich Menschen durch die Begegnung mit Jesus wie "neu geboren", sie empfinden "neues Leben" in sich. sie können "neu anfangen". Dieser Gott, der sich in Jesus zu erkennen gibt, ist der Herr der Welt, ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott Mose, der eine und einzige, alleinige Gott Israels."
kgi - Ende

Jungfrauengeburt
kgi
-» Maria
Die Jungfrauengeburt bezeichnet die katholische Lehre, nach der Maria ohne Zutun eines Mannes mit Jesus schwanger geworden sei - durch Einwirkung des Heiligen Geistes - und selbst nach der Geburt noch "unversehrt" Jungfrau geblieben sei. Berichte und Überlieferungen über Jungfrauengeburten sind in der Religionsgeschichte und Mythologie nicht selten. Alexander der Große, Kaiser Augustus, die ohne Mutter geborene Athene. Man wird diese "Berichte" als ein Stilmittel betrachten müssen, die die Besonderheit und die Ausnahmestellung eines Menschen darstellen sollen.
Auch der Begriff "Jungfrau" wird dabei keineswegs immer in unserem sehr verengten biologischen Sinn verstanden. Oft bedeutet es einfach nur "junge Frau", oder "junger Mensch in der Blüte seiner Mannes/Frauenkraft", so wie ja auch "Jüngling" in Deutschen nicht unbedingt sexuelle Unerfahrenheit bedeutet.
Die traditionelle katholische Exegese versucht demgegenüber die Andersheit der biblischen Aussage der Jungfrauengeburt zu betonen. Entgegen der neueren innertheologischen Diskussion fast schon zum selbstverständlichen Standard gewordenen Einsicht, daß die Jungfrauengeburt Mariens ebenfalls symbolisch verstanden und gedeutet werden müsse, betont das bischöfliche Lehramt zuletzt im Weltkatechismus die real-biologische Dimension.
1.Ausgangspunkt der Jesus-Ereignisse und damit der Erlösung der Menschen ist Gott selbst.
2.Es ist Ausdruck eines totalen Neuanfangs. Jesus ist eine "echte Neuschöpfung" und kann zu recht "der neue Adam" genannt werden. Abschließend:
Die Hauptaussage ist eine theologische. Gleichwohl hat die längste Zeit die kirchliche Tradition diese Glaubensaussage auch biologisch verstanden.
kgi - Ende

Auferstehung
kgi
-» Jesus
-» Ostern
-» Himmelfahrt
Auferstehung, richtiger Auferweckung (durch Gott), meint die christliche Lehre, nach der alle Menschen von Gott zu einem ewigen Leben geschaffen und berufen sind. Diese "neue Geburt" in ein endgültiges Leben verdankt der Mensch einem neuerlichen, Leben schaffenden, Eingreifen Gottes; der Mensch hat das "ewige Leben" also nicht aus sich selbst, es ergibt sich nicht automatisch. Es gehört nicht zur "Natur" des Menschen dazu. Der Mensch hat darauf auch keinen "einklagbaren Anspruch". Diese Auferweckung ist nach biblischen Zeugnissen allen Menschen zugesagt. Bei Auferstehung denkt man gewöhnlich zuerst an Jesu Auferweckung und an Ostern. Das, was Jesus widerfahren ist, erwarten die Christen in gleicher Weise auch für alle anderen Menschen. Weder die biblischen Texte noch die katholische Lehre verlangen indes, sich diese Auferstehung so vorzustellen, als ob anschließend ein leeres Grab zurückbliebe. Das ist offensichtlich nicht so, wenn heute einer stirbt. Dem Auferweckungsglaube täte es jedenfalls keinen Abbruch.
Kirchliches Dogma (vgl. Dogma) dagegen ist die Lehre von der "leiblichen" Auferweckung.
Diese Vorstellung wiederum ist nicht gleichbedeutend mit "körperliche" oder "leibhaftige" oder "biologisch-materielle" Auferstehung. Leiblich ist ein philosophischer und kein naturwissenschaftlicher Begriff. Er will deutlich machen, daß Menschen nicht von Anfang an fix und fertig sind, unveränderlich, vollkommen, sondern daß sie "werden", wachsen, reifen in der Auseinandersetzung mit der Welt um sie herum, vor allem auch mit andern Menschen: Alles das nehmen sie in sich auf. Anregungen, Eindrücke, Augenblicke, Laute, Begegnungen, Gefühle, Liebe: Alles das formt den Menschen, macht ihn unverwechselbar zu dem, was er ist. Umgekehrt gibt ein Mensch sich anderen: Er drückt sich aus, er teilt sich mit, er verwirklicht sich in seinem Tun, hinterläßt Spuren, macht Eindruck, bildet und formt so wiederum andere Menschen. Der Mensch lebt also im Austausch von Innenwelt (Seele, "ich") und Außenwelt (Realitäten, "Du"). Auferstehung des Leibes sagt: Das bleibt so. Gott macht keinen "anderen" Menschen, der auf einmal "ganz anders gestrickt" wäre. Bis in alle Ewigkeit wird und wächst und reift und ändert sich der Mensch in Auseinandersetzung und im Austausch mit dem "Um-Ihn-Herum". Im Himmel ist das Gott selbst. Aber auch im Wortsinn macht Gott keinen anderen Menschen im Tod aus uns. Menschen nehmen ihre Geschichte, ihre Person und Identität mit in die Ewigkleit. Jeder wird in Ewigkeit der sein, als der er geboren wurde, lebte, durch sein individuelles Leben geformt wurde und schließlich starb. Genau das meint die Lehre von der Auferstehung "des Fleisches".
kgi - Ende

Himmelfahrt
kgi
-» Jesus
-» Ostern
-» Pfingsten
Das Fest Christi-Himmelfahrt gehört zum "Osterfestkreis".
Die vom Evangelisten Lukas geschilderte "Himmelfahrt" ist eine bildhafte Entfaltung und eine durch zeitliche Entzerrung veranschaulichte Deutung dessen, was mit Jesus bei der Auferweckung geschah:
"Als er (Jesus) das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen."(Apg,1,9-11).
Die übrigen Evangelien kennen keine Himmelfahrt): Karfreitag (Tod), Ostersonntag (Auferweckung) und Himmelfahrt sind gleichzeitige Aspekte des Todes Jesu. Gott, der Schöpfer, der Vater hat Jesus aus dem Tod errettet und ihm neues, ein anderes Leben geschenkt und zwar bei Gott, in Gott und mit Gott. Um Mißdeutungen vorzubeugen, als sei dieses neue Leben, die neue Existenzweise Eigenwerk Jesu, sollte man ähnlich wie bei der "Auferstehung" im Deutschen die Passiv-Formen "Auferweckung" bzw "Aufnahme in den Himmel" verwenden. Entsprechend auch: Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.
kgi - Ende
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KzM
Durchgängig herrscht hier der Subjektivismus, der das Christentum in eine Meinung unter anderen möglichen einreiht; der alles entscheidende Faktor, nämlich die Realität, kommt in der Phantasiewelt der DB nicht mehr vor. Richtig muß es heißen: "Christus ist Gottes Sohn" (ohne jede Einschränkung à la "für Christen"); "Christus ist der Grund des Christentums" etc. Die Behauptung, Jesus sei nur ein Jude gewesen, der möglicherweise gar keine neue Religion gründen wollte, ist nichts weiter als eine offenkundige Blasphemie: Der Gedanke vom Alten und vom Neuen Bund (griech. Palaia / Kaine Diatheke, lat. Vetus / Novum Testamentum) ist im Neuen Testament an jeder Stelle so deutlich ausgesprochen, daß nahezu unmöglich andere Motive als böse Absicht für die Lehre der DBs vermutet werden können.
Alle DB-Texte kranken an der Ideologie der sog. "historisch-kritischen" Methode, derzufolge die Bibel ein Märchenbuch sein soll, das mit frommen Worten nur Lügen verbreiten sollte. Zur vermeintlichen "Entlarvung" der vermeintlichen "biblischen Lügen" (die oft als übereifrige Frömmelei von den V2-Sektierern "entschuldigt" werden) wird der eigene Geschmack als unumstößlicher Maßstab zur Unterscheidung historisch echter und historisch falscher Aussagen gemacht: "Ich hätte das so und so geschrieben, wenn das ein Tatsachenbericht sein sollte; der Autor hat es aber nicht so geschrieben, wie ich es geschrieben hätte, also geht es in den Berichten nicht um Tatsachen". Für die hysterischen Kritiker gilt das Gesetz, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil Jesus nichts gesagt haben darf, was den Irrglauben der V2-Sektierer in Frage stellt, kann er auch nichts gesagt haben, was den V2-Sektierern nicht schmeckt. Hanebüchen ist die Aussage, Christus habe "wohl die meisten der ihm zugeschrieben Wunder tatsächlich gewirkt". Weshalb diese Unsicherheit? Und welche Wunder sollte er denn nicht gewirkt haben? Und wie will man dann "beweisen", daß die Autoren des NT ihre Leser nur "anschmieren" wollten? Glaubten die Autoren selber nicht, daß die Wahrheit befreit (Joh 8,32) und daß der Teufel der "Vater der Lüge" ist (Joh 8,44) und daß sich die Liebe an der Wahrheit freut (cf. 1 Kor 13,8)? Dann sollte man ihnen auch gar nichts von dem, was sie schreiben, abkaufen. Es gibt nicht im entferntesten einen Grund, an der historischen Richtigkeit der neutestamentlichen Aussagen über Jesus zu zweifeln - außer eben dem imaginären Grund der "historischen Kritik". Der Artikel zielt darauf ab, Jesus bloß als frommen Juden zu sehen. "Ernst genommen" wird nur die menschliche Natur, und demzufolge geht es letztlich nur um psychologische Momente dieses Menschen, die dann jedoch als Größenwahn aufgefaßt werden müssen. Die theologische Lehre vom Wissen Christi und die kirchlich verurteilte Häresie des Monotheletismus (Jesus soll nur einen (mono) Willen gehabt haben - cf. dagegen z.B. das Gebet im Garten Gethsemani) werden ignoriert bzw. pervertiert. Ebenfalls Häresie ist der Agnoetismus, demzufolge man in Christus Unwissenheit zugeben müsse, insbesondere was die Zeit des Weltgerichts betrifft (Mk 13,32). Die Lehre über das Wissen Christi ist recht kompliziert, und nicht alles darin ist durch unfehlbare Lehrentscheidungen gesichert, aber zumindest bei der Überbetonung der menschlichen Natur folgen die kgi-Texte eindeutig häretischen Positionen. - Dieser "fromme Jude" der DBs ist keine Erlösergestalt, sondern nur eine Art "netter Kerl", dem seine übergeschnappten Anhänger göttliche Züge angedichtet haben sollen. Alles zerfließt letztlich in einem reinen Humanismus; da ohne Erbsünde auch keine Erlösung nötig sein kann, kann Christus auch nicht mehr der Erlöser sein.
Diese Häresie der DBs, derzufolge Christus nicht wahrer Gott gewesen sein soll, hat ihr Vorbild übrigens in den Irrlehren des Arius (s. den Text "www.katholisch.de"), d.h. die DBs sind Arianer.
In der Ideologie der DBs darf auch Kritik an allem geübt werden, was nicht in die Enge menschlicher Alltagserfahrungen paßt: Über die Jungfraugeburt s. den Text über Maria. Das vermeintliche "Mißverständnis" über die Auferstehung Jesu, i.e. die Lehre, daß er aus eigener Kraft auferstanden ist, gehört von alters her zur Lehre der Kirche. Christus spricht selbst davon: "Brechet diesen Tempel ab, so will ich ihn in drei Tagen wieder aufrichten" (Joh 2,19); "Denn gleichwie der Vater die Toten erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will" (Joh 5,21). Dementsprechend heißt es im Symbolum der XI. Synode von Toledo i.J. 675 (D 286): "Tertio quoque die virtute propria sua suscitatus a sepulcro resurrexit" [Und am dritten Tag erstand er, durch seine eigene Kraft auferweckt, vom Grabe]. Die Himmelfahrt Christi wird zur Psychose der Apostel degradiert. Was in der Heiligen Schrift über die Himmelfahrt steht und was auch im Glaubensbekenntnis ausgesprochen wurde, fällt für die Häretiker natürlich völlig unter den Tisch: Jesus Christus "ist aufgefahren in den Himmel und sitztet zur Rechten des Vaters. Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, Gericht zu halten über Lebende und Tote, und seines Reiches wird kein Ende sein." Man lese nun, welche Bedeutung die Konzilssekte unserem Herrn Jesus Christus beim Gericht überläßt, etwa indem man zählt, wie häufig der Name Jesu in den entscheidenden Texten vorkommt:


Gericht
kgi
-» Fegfeuer
Das "jüngste Gericht" meint die "Endabrechnung" am Ende der Tage der Welt zwischen Gott und Menschen, zwischen Gott und dem Bösen. An diesem Tag wird offenbar werden, was und wer gut und böse ist; an diesem Gerichtstag geht es um die unwiderufliche Entscheidung der ganzen Schöpfung für oder gegen Gott.
Diese endgültige Klärung, Entscheidung und auch Scheidung, das Entstehen der neuen Welt, in der das Alte und das Böse vergehen wird um Platz zu machen für das "neue Jerusalem","den neuen Himmel und die neue Erde", schildert die Bibel in apokalyptischen Bildern. Das "Richten" Gottes ist ein wieder "richtig machen" der gebeugten, unterdrückten, verbogenen und in sich verkrampften Welt.
Das hebt "alles bisher Gewesene" aus den Angeln, da stürzen die Sterne und Stars, fallen Sonnen und alle, die sich als Mittelpunkt der Welt wähnten.
kgi - Ende

Jüngstes Gericht
kgi
Die Aussagen des Neuen Testamentes im Zusammenhang mit dem Jüngsten Gericht sind auf die Vollendung der Welt und des einzelnen menschlichen Lebens hin zu betrachten. Darin steckt die Glaubensgewißheit, daß Gott das letzte Wort in der Geschichte sprechen wird, so wie er auch in der Schöpfung der Anfang allen Lebens ist (vgl. Offb, 20.Kapitel). Daß es sich dabei um ein Geschehen "ähnlich einem Gericht" handelt, besagt, daß wir Gott zutrauen, daß er dieses letzte Wort in Anbetracht des Gewesenen, angesichts der Taten des Einzelnen, spricht.
In der Würzburger Synode der Deutschen Bistümer heißt es dazu:
"Wir verschweigen nicht, daß die Botschaft vom Gericht Gottes auch von der Gefahr des ewigen Verderbens spricht. Sie verbietet uns, von vornherein mit einer Versöhnung und Entsühnung für alle und für alles zu rechnen, was wir tun oder unterlassen. Gerade so greift diese Botschaft immer wieder verändernd in unser Leben ein und bringt Ernst und Dynamik in unsere geschichtliche Verantwortung."
kgi - Ende

Fegefeuer
kgi
-» Tod
-» Himmel
Die Vorstellung eines Fegefeuers gehört zu dem Bereich eines Lebens nach dem Tod. Anders als manche Sekten und spiritistische Lehren gibt sich der christliche Glaube zu diesem Themenkomplex sehr zurückhaltend. Lehren sind sehr sparsam. Grundüberzeugung ist, daß der Mensch nach seinem irdischen Tod dank Gottes neuerlichem schöpferischen Eingreifen zum (nun ewigen) Leben auferweckt wird.
Korrekter wäre es, von einer Neuschöpfung zu sprechen, damit deutlicher wird, daß der Mensch nicht aus sich heraus "unsterblich" ist. Zweite Grundüberzeugung ist, daß dieser "neu geschaffene" Mensch identisch ist mit dem Verstorbenen: Seine Geschichte, sein Leben, er als Person mit seinen Erinnerungen und Beziehungen, seinen Erfahrungen und Taten, seinen Verdiensten und seiner Schuld lebt weiter.
Es gibt eine Kontinuität der Identität. Und schließlich die dritte Grundüberzeugung, die biblisch im Bild des "Gerichtes" umschrieben wird:
Das irdische Leben ist für den Verstorbenen nicht folgenlos. Im Guten wie im Fehlen ist er der "endgültig", der er ein Leben lang geworden ist. So tritt er seinem Schöpfer entgegen.
In dieser Begegnung wird er erkennen, wer er hätte sein sollen und sein können. Hier ist der (Bewußtseins-) Zustand, den wir uns als "Fegefeuer" vorstellen können. Diese Begegnung mit sich selbst wird die eigenen Defizite "schmerzlich" erkennbar machen. Aus dieser Grundidee stammen dann auch (allerdings in einer uns heute fremd gewordenen Volksfrömmigkeit heraus ) die bildhaften Vorstellungen eines "feurigen, schmerzhaften" Prozeßes.
kgi - Ende

Himmel
kgi
Himmel - biblisch und theologisch- meint nicht den blauen Himmel über uns, nicht das All oder irgend eine räumliche Dimension des Universums.
Himmel ist der Lebensraum Gottes. Himmel kann so zu einem Synonym für Gott selbst werden. Diesen Himmel/Gott fassen nicht einmal die Himmel der Himmel, wie es im Alten Testament heißt. Entsprechend heißt "Himmelfahrt Jesu" oder "Ich komme (nach meinem Tod) in den Himmel": Zu Gott gelangen, in Gottes Wirklichkeit eintauchen.
kgi - Ende

Hölle
kgi
-» Himmel
-» Himmel und Hölle
kgi - Ende

Himmel und Hölle
kgi
Die dualistisch geprägte Vorstellung vom Leben nach dem Tod, dem Jenseits, ist vom Gegenüber von Gottes Nähe -dem Himmel - und Gottes Ferne - der Hölle - charakterisiert. So nah mit diesen umgangssprachlichen Begriffen auch Ortsvorstellungen liegen, sie lassen sich logisch nur als Zustandsbeschreibungen (Sosein) der menschlichen Seele begreifen. Eine eigene kirchliche Lehre von der Hölle gibt es nicht, vielmehr "wird die Hölle immer als reale Möglichkeit vor Augen" gesehen. So verstanden soll die Hölle den Ernst und die Würde der menschlichen Freiheit vor Augen führen, die zu wählen hat zwischen Leben und Tod."
kgi - Ende
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KzM

So ganz kommen auch die DBs nicht um die Begriffe von Himmel und Hölle herum, doch geben sie sich alle Mühe, diese Lehren in ein rein humanistisches Korsett zu zwängen, wie der vorher zitierte Text "Auferstehung" beweist: "Leiblich ist ein philosophischer und kein naturwissenschaftlicher Begriff." Also, wer für das "leibliche Wohl" sorgt, sorgt für - ja, was eigentlich? Die sieben Werke der leiblichen Barmherzigkeit (die Hungrigen speisen, die Durstigen tränken, die Nackten bekleiden, die Fremden beherbergen, die Gefangenen erlösen, die Kranken besuchen, die Toten begraben) sind dann wohl in der V2-Sekte abgeschafft. Dieser vollendete Blödsinn vom "philosophischen Leib" beweist einmal mehr, daß die V2-Sektierer nach Leibeskräften (oder neuerdings "Körperkräften"?) versuchen, die katholischen Dogmen in einem anderen Sinne zu verstehen, als die Kirche sie versteht - und gerade diese Taktik ist die gefährlichste.
Ein Blick in einen Katechismus genügt, um die Lügen der V2-Sekte zu durchschauen. Z.B. heißt es im Katechismus von Pius X. unter Frage I,43 ("Was sind die 4 letzten Dinge?": "1. Tod 2. Gericht 3. Hölle 4. Himmel". Im Kapitel II,VIII ("Die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben") heißt es zu Frage II,158 ("Was bedeutet Auferstehung des Fleisches"): "Auferstehung des Fleisches bedeutet, daß sich der Leib des Menschen durch die Kraft Gottes am Ende der Welt wieder zusammensetzen und mit der Seele vereinigen wird, um im ewigen Leben an der Belohnung oder an der Bestrafung Anteil zu nehmen, wie jeder Mensch es verdient hat". Und zu Frage 159 ("Was bedeutet ewiges Leben"): "Ewiges Leben bedeutet, daß sowohl die Belohnung als auch die Bestrafung in alle Ewigkeit fortdauern werden, daß die Anschauung (der Genuß) Gottes das wahre Leben und die Glückseligkeit der Seele sein werden, während der Verlust der Anschauung Gottes die höchste Unglückseligkeit und wie ein ewiger Tod sein wird."
Daß sowohl die Glückseligkeit im Himmel als auch die Unseligkeit in der Hölle ewig sind, ist Dogma. In der V2-Irrlehre kann man aber mit Strafen nichts anfangen, vielleicht deshalb, weil es "Kirchensteuer"-Zahler abschrecken würde; ein Satanist würde kaum auf die Idee kommen, vor der Gefahr des ewigen Verderbens zu warnen. Wie auch immer, der "Erwachsenenkatechismus" der DBs führte den Widerspruch der "realen Möglichkeit" ein - ein Widerspruch, der so herb war, daß sich auch prominente V2-Vertreter - zumindest pro forma - daran störten, etwa Leo Scheffczyk (der "Doktorvater" des Fichte-orientierten Atheisten Günter Storck, s. "Alma Mater 1"). Real ist eben real, und möglich ist eben möglich, aber nichts ist real und möglich gleichzeitig in derselben Hinsicht. Es ist möglich, daß derjenige oder derjenige in die Hölle kommt, die Hölle an sich ist Realität. Aber wenn es in der kgi-Philosophie kostenpflichtige Gratisangebote gibt, dann hat man dort auch keine Probleme mit realen Möglichkeiten.
Wie auf der Startseite erwähnt, fabulierte der Schweizer Querulant Hans Urs von Balthasar (zu dessen Anhängerschar auch Karol Wojtyla gehört) von der "Leere der Hölle" ("es gibt eine Hölle, da ist aber keiner drin"). Wie Christus lehrt, ist das ewige Feuer dem Teufel und seinen Engeln bereitet (Mt 25,41).



Homosexualität
kgi
Homosexualität meint die auf das gleiche Geschlecht gerichtete Triebrichtung. Ursachen und Einordnung der Homosexualität werden nach wie vor in der Wissenschaft diskutiert und damit auch die Frage, ob sie eine legitime Spielart der Sexualität sei, die man nicht "heilen" brauche und auch nicht dürfe.
Entsprechend heiß diskutiert werden auch die moralischen Wertungen. Die katholische Position ist -zumindest theoretisch- ziemlich klar und eindeutig. Für sie ist das Normale und Naturgegebene die Heterosexualität. Doch allein die Tatsache, daß es eben auch homosexuell veranlagte Menschen gibt, zeigt, daß diesen Menschen die gleiche gottgewollte Natur zuerkannt werden muß.
Problematisch für die kirchliche Morallehre ist der Bereich der sexuellen Betätigung:
Sexualität und Liebe gehören zusammen. Ein wesentlicher Sinn der Sexualität ist die Fortpflanzung, die -natürlich- nur heterosexuell möglich ist. Daraus erklärt sich das Verbot jedweder homosexuellen Betätigung. Diese hält die Kirche für objektiv falsch. Sie nennt dies "Sünde". Inwieweit der einzelne dabei subjektiv schuldig wird, ist dabei noch einmal eine andere Frage. In homosexuellen Beziehungen gelten -analog zu heterosexuellen Partnerschaften- gleiche moralische Maßstäbe und Forderungen: gegenseitige Verantwortung, Ehrlichkeit, Solidarität, Treue, sich nicht gegenseitig auszunutzen oder einander zu verletzen.
Die Tatsache, daß jemand homosexuell veranlagt ist, ist für die Kirche dennoch selbstverständlich kein Anlaß " jemanden zu verurteilen oder in irgendeiner Weise zu diskriminieren. Im Weltkatechismus heißt es (Nr.2358):
"Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt. ... Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen."
Für viele ist hier Kirche nicht "auf der Höhe der Zeit". In der Gesellschaft sind homosexuelle Partnerschaften weithin -zumindest als Privatangelegenheit, in die sich niemand einzumischen habe- akzeptiert. In einigen evangelischen Gemeinden gibt es homosexuelle Pfarrer, in beiden Kirche gibt es homosexuelle Arbeitskreise, Gottesdienste für Betroffene u.a.m. Die von der katholischen Kirche verlangte Keuschheit ist für viele nicht mehr nachvollziehbar. Da sie sich zu ihrer Homosexualität bekennen und sie auch leben wollen, nutzt ihnen eine abstrakte Toleranz ihrer Veranlagung durch die Kirche nichts. Homosexuelle fühlen sich dadurch diskriminiert und in ihrer Würde verletzt und vom kirchlichen Leben praktisch doch ausgeschlossen. Viele Gemeinden und Theologen sind in ihrer Wertung der Homosexualität liberaler und toleranter als die offizielle Lehräußerungen der Kirche.
kgi - Ende
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KzM

Diesen Artikel zitieren wir nur, um zu belegen, daß die DBs nicht nur mit der dogmatischen Lehre, sondern auch mit dem Sittengesetz radikal gebrochen haben; weitere Belegstellen gibt es in dem Text "Homosexuelle und Kirche" (dieser Text blieb bis heute vollständig unwidersprochen!).

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